Alpakazucht

In unserer Alpakazucht legen wir großes Augenmerk auf gesunde, robuste und sehr hochwertige Tiere. Der korrekte gesunde Körperbau eines Alpakas ist essenziell für dessen Zukunft. Alpakas können ein Alter von rund 20 Jahren erreichen und dürfen bis an ihr natürliches Lebensende am Hof verweilen. Es ist natürlich wünschenswert, dass die Tiere dieses Alter ohne körperliche Beschwerden erleben können. Daher sind ausgeglichene Proportionen der Tiere (z.B. Verhältnis Beinlänge zu Rumpflänge), korrekte Gelenkstellungen und Zahnstellung von großer Bedeutung.
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Alpakas werden weltweit hauptsächlich aufgrund ihres wertvollen Vlieses gezüchtet. Zuchtziele sind hierbei ein möglichst feines, gleichmäßiges, dichtes, glänzendes Vlies mit einer ausgeprägten Wellenstruktur (=Crimpstyle). Die Primär- und Sekundärhaare sollten sich in ihrem Durchmesser möglichst ähnlich sein. Auf die Länge der Faser und das Vliesgewicht wird ebenso Wert gelegt.

Gute Zuchtstuten zeichnen sich vor allem durch eine unkomplizierte Aufnahme, problemlose Schwangerschaften und Geburten sowie eine fürsorgliche, unkomplizierte Aufzucht der Jungtiere aus.

Der Charakter der einzelnen Tiere wird in unserer Zucht ganz besonders berücksichtigt. Generell ist es uns wichtig, Tiere mit einem freundlichen, neugierigen und aufmerksamen zu Wesen züchten. Die Tiere werden schon von klein auf sehr behutsam an das Zusammenleben mit Menschen gewöhnt. Alpakas sind von Natur aus Flucht- und Distanztiere. Dieses Distanzverhalten gegenüber Menschen sollte auch bewahrt bleiben, um eine Fehlprägung zu vermeiden. In bestimmten Situationen müssen die Tiere jedoch lernen, ihren Fluchtreflex zu unterdrücken, z.B. wenn es um Körperpflege wie Nägel schneiden oder um medizinische Maßnahmen wie die Verabreichung von Augentropfen geht.

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Am Stablhof werden auch Alpakas für tiergestützte Interventionen ausgebildet. Hierfür werden nur Tiere ausgewählt, die z.B. ein sehr großes Interesse an der Zusammenarbeit mit Menschen zeigen oder Tiere, die Berührungen besonders gut tolerieren. Bei den Therapietieren wird genau auf den Charakter der einzelnen Tiere eingegangen. Nicht jedes Tier ist für das Gehen über Hindernisse oder den intensiven Kontakt mit Kindern geeignet. Eine Herde von Therapietieren sollte möglichst viele verschiedene Charaktere enthalten, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Patienten/Klienten gerecht werden zu können. Am Stablhof ist bereits deutlich aufgefallen, dass die Elterntiere den Charakter ihrer Nachkommen sehr deutlich prägen. Die Wahrscheinlichkeit, aus einer ruhigen, gelassenen Stute ein ruhiges, gelassenes Jungtier zu bekommen, ist wesentlich größer als bei einer eher nervösen, unruhigen Stute.

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